Pfarrkirche---Kloster

Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Aufkirchen

Startseite | Gottesdienste | Links | Kontakt

St. Johannes Baptist in Berg

Baugeschichte.

Das unmittelbar an der Hangkante stehende Kirchlein gehört zu den ältesten urkundlich belegten Gotteshäusern im Gebiet des Starnberger Sees. Bereits im Jahr 822 wird der Ort samt Kirche als Tauschobjekt zwischen dem Freisinger Bischof  Hitto und einem Cotescalch erwähnt. Der heutige, einschiffige Bau  mit eingezogener halbrunder Apsis ist im Kern romanisch; seine  Bruchsteinmauern sind sehr dick. In spätgotischer Zeit wurden  Dachstuhl und Giebel erhöht, Giebelfenster und Nordportal eingefügt.  1658/59 wurde die Kirche barockisiert: Man vergrößerte die Fenster  und brach ein weiteres ein, zog eine neue Decke ein (die heute durch eine Zwischendecke des 19. Jh. dem Blick verborgen ist) und baute  die Empore um; Matthäus (Matthias) Schmuzer versah den Raum mit  einfachem Modelstuck. Dann erneuerte man das Gestühl. Den noch  vorhandenen Altar aus einer Münchner Werkstätte stiftete vermutlich  der Hofmarksherr. Im Jahr 1867 setzten die Aufkirchener Zimmerleute  Andreas und Philipp Doll auf den Langhaus ­ Ostgiebel anstelle des  Zwiebeltürmchens von 1814 den heutigen Dachreiter mit der schindelgedeckten Spitze; die Kosten hierfür trug König Ludwig II., welcher der Kirche drei Jahre zuvor ein reich besticktes, weißes Meßgewand geschenkt hatte. Die letzte umfassende  Restaurierung der Kirche begann im Herbst 1987 und dauerte bis Ende 1988.

Ausstattung.

Im Zentrum des barocken Säulenaltars steht heute die gute Rokokostatue des Kirchenpatrons Johannes Baptist (Mitte 18. Jh.), flankiert von der vom selben Künstler geschnitzten Figur der hl. Magdalena und der Barockstatue der hl. Monika (Anf. 18. Jh.) auf den seitlichen Konsolen; das  Holzrelief „Maria Trost“ im Altarauszug macht die Zugehörigkeit zu  Aufkirchen offenkundig. Anstelle von Seitenaltären ist am Chorbogen links das 1714 datierte Bildwerk des Hl. Augustinus angebracht; rechts eine spätgotische, 1890 überarbeitete Statue  der Muttergottes. An der Langhaussüdwand hängt ein mächtiges Barockkruzifix mit einem einfachen Standbild der  Schmerzhaften Maria und zwei frühbarocken jubilierenden Engeln,  möglicherweise aus der Degler-Werkstatt. Gegenüber in einem Barockrahmen die Kopie des Innsbrucker Maria-Hilf-Bildes von  L. Cranach. Darunter reiht sich eine Folge von Kreuzwegstationen, die um 1760 von Johann Jakob und Johann Elias Haid in Augsburg nach  Gemälden Joseph Hartmanns in Kupfer gestochen wurden. Bedeutendstes Kunstwerk der Kirche ist das farbig gefasste  spätgotische Relief (um 1500) des Todes Mariens im Kreis von 10 Aposteln (ohne Thomas und Paulus): Ganz rechts kniet  die Gottesmutter, gehalten von Johannes, und erwartet - im Gebet versunken - ihre Todesstunde; links stecken Apostel Kerzen an. Erwähnenswert sind auch zwei Leuchterengel des 16. Jahrhunderts und  ein Nepomuk-Bild des 18.  Jahrhunderts.

Home | Impressum | Kontakt