Pfarrkirche---Kloster

Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Aufkirchen

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Friedhof alter Teil, Südseite

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Rambaldigrab an der Südwestecke der Kirche

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Aussegnungshalle

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Friedhof alter Teil, Ostseite mit Pfarrergrab

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Blick auf Mariä Himmelfahrt von Südwesten

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Erweiterung auf der Nordwestseite

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NeuesterTeil des Friedhofs auf der Westseite

Der kirchliche Friedhof von Aufkirchen

Von Ernst Baumgartner, Juli 2005

Schon seit Menschengedenken finden die Toten der Pfarrei Aufkirchen ihre letzte Ruhe auf dem Aufkirchner Friedhof. So wie die Kinder sich um die Mutter drängen, drängen sich die Gräber eng um die über 500 Jahre alte Pfarr- und Wallfahrtskirche.

Auf dem Friedhof, Gottesacker – „Godsacker“ wie die Einheimischen heute noch sagen -  werden inzwischen nicht mehr nur pfarrangehörige Katholiken bestattet.  Durch den gewaltigen Zuzug in den zurückliegenden 50 Jahren, ruhen dort Gläubige der verschiedensten Religionen und Atheisten, arme Teufel und Steinreiche friedlich nebeneinander. Längst ist der Friedhof über den ursprünglichen Bereich hinausgewachsen und musste nach Norden und Westen hin schon mehrmals erweitert werden. Die Anlage hat sich bereits ein gutes Stück längs der Klostermauer ausgebreitet und hält so den Lärm der Aussenwelt von der Abgeschiedenheit des Klostergartens fern. Der Ort der Stille bietet den Besuchern im neueren Friedhofsbereich eine (noch) unverbaute Aussicht über weite Felder hinunter auf die Ortschaft Berg und die Hänge des Starnberger Sees. Diese ruhige, landschaftliche Schönheit erklärt auch, warum so viele öffentlich bekannte Menschen in unsere Gegend ziehen. Sie bestatten ihre Toten auf dem Friedhof und sie wissen nichts darüber, wie man hier einst mit dem Tod umging.

Darum hier ein kleiner Einblick auf die Gepflogenheit, man kann es auch Kultur nennen, wie man bis zur zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in unserer Gegend mit dem Sterben umging. Ganz selbstverständlich wurde der (katholische) Todkranke vorher „versehen“. Man holte den Pfarrer. Der machte einen „Versehgang“ zum Kranken der sich anschickte, diese Welt zu verlassen. Da er die konsekrierte Hostie mit sich trug, war er oft von Ministranten begleitet. Zur Stärkung wurde der Kranke mit den Sterbesakramenten „versehen“. Er konnte in der Beichte noch Frieden mit der Welt machen, erhielt die Kommunion und die „letzte Ölung“, die man inzwischen zutreffender „Krankensalbung“ nennt.

Noch bis in die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg war es hier in der Gegend üblich, dass man Tote zu Hause aufgebahrte. Dazu kam die „Leichenfrau“ ins Haus, welche die Angehörigen bei dieser doch nicht alltäglichen Verrichtung unterstützte und die Leiche in den Sarg bettete. Angehörige und Nachbarn fanden sich danach am Totenbett zusammen, um für den Verstorbenen zu beten und Abschied zu nehmen. Ein Leichenwagen von Bauernrössern gezogen, fuhr den Toten dann ins Leichenhaus nach Aufkirchen, gefolgt von der betenden Dorfgemeinschaft. So kennen die alten Einwohner noch den „Dounweg“, den Totenweg, der von Mörlbach her, nach Farchach hinabführt. Er ist heute längst von Häusern gesäumt, deren Bewohner nichts mehr davon wissen, dass in alter Zeit hier die Toten auf dem letzten Weg nach Aufkirchen vorbeikamen. Das Ausheben des Grabes auf dem Friedhof besorgte der „Totengräber“ mit  Spitzhacke (Pickel) und Schaufel, was eine engere Grabanlage ermöglichte.
Inzwischen hat sich alles geändert. Gut organisierte Bestattungsunternehmen bieten den Angehörigen ihre professionellen Dienste. Sie halten ein umfangreiches Angebot an Särgen und Zubehör bereit, bieten den Druck von Sterbebildchen, das Verfassen von Todesanzeigen und Danksagungen in Tageszeitungen an und kümmern sich mit eigenem Personal und Maschinen um das Ausheben und Einfüllen des Grabes.

Um Qualität und Sicherheit auf dem Friedhof zu gewährleisten, müssen sich alle die dort tätig sind, an die Friedhofsordnung halten. Sie wurde in jüngster Zeit neu gefasst, um auch den gesetzlichen Vorgaben des Umwelt- und Gewässerschutzes zu genügen. Daneben will die Kirchen- und Friedhofsverwaltung einen zu starken Drang nach Individualität bei der Grabanlage und Grabmalgestaltung in den Griff bekommen. Zugleich ist man Neuerungen durchaus aufgeschlossen. So stehen in der neuesten Sektion erstmals neben den üblichen Erdgräbern auch Grabgruften zur Verfügung.

Die Aufgaben für den Friedhof sind aufgeteilt. Während die politische Gemeinde Berg die finanzielle Hauptlast trägt, obliegt die Verwaltung und Pflege der Katholischen Kirchen-/Friedhofsverwaltung der Pfarrei Aufkirchen. Friedhofsverwalter ist derzeit der Mesner der Pfarrkirche.

Friedhofsordnung zum Download

Gebührenordnung zum Download

Gestaltungsordnung zum Download

 

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