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Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Aufkirchen

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Der Kreuzweg von Aufkirchen

Der Kreuzweg hat seine Wurzel im Leidensweg Jesu Christi, der im Haus des Pilatus zum Tode verurteilt wurde. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesu.“ ( Joh 19, 17-18)

Diesen Weg sind schon die Christen der Urgemeinde in Jerusalem in andächtiger Meditation gegangen, später dann die Jerusalem-Pilger. Seit der Zeit der Kreuzzüge teilt man den Kreuzweg in Stationen ein.

Es gab zunächst 12 Stationen. 1625 fügte der spanische Franziskaner Antonius Daza die zwei restlichen hinzu, so dass heute 14 Stationen üblich sind. Der Franziskaner Leonhard von Porto Maurizio erstellte Mitte des 18. Jahrhunderts eine Anleitung zum Beten des Kreuzwegs.  Um 1700 wurden die Kirchenwände mit Kreuzwegbildern ausgestattet. Die Stationen des Kreuzwegs erweisen sich bei genauerem Hinsehen als existentielle Schlüsselsituationen eines jeden Lebens. -> virtueller Kreuzweg von Aufkirchen

Wer den alten, steilen Pilgerweg von der Dampferanlegestelle Leoni am Starnberger See herauf zur über 500 Jahre alten Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt nach Aufkirchen geht, trifft auf der Höhe über dem See auf die erste Kreuzwegstation. Die überdachten, kunstvoll gestalteten Bildreliefs der 14 Stationen zeigen den Leidensweg Jesu Christi in eindrucksvoller Weise. Unterhalb der Bildreliefs erklären Bibelstellen in Frakturschrift das Geschehen.

Der in Leoni lebende Baurat Johann Ulrich Himbsel, der durch den Bau der Bahnstrecke München-Starnberg und die Inbetriebnahme des ersten Dampfschiffs auf dem Würmsee bekannt wurde, hat den Kreuzweg gestiftet. Für die Kreuzwegstationen erwarb er zunächst die Grundstücke und rief eine Stiftung zur Erhaltung ins Leben. Durch die Inflation in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ging die großzügige, finanzielle Ausstattung weitgehend verloren. So sind die immer wieder notwendigen Renovierungsarbeiten an den Stationen und dem Umgriff nur durch die großzügige Hilfe von Spendern möglich.

Der Aufkirchner Kreuzweg, im Jahr 1857 feierlich eingeweiht, war in den zurückliegenden eineinhalb Jahrhunderten ungezählten Menschen Hilfe in Sorgen und Nöten. Die jährlich zunehmende Teilnehmerzahl beim „Kreuzweg“ am Karfreitag ist Beweis für die ungebrochene Kraft, die davon ausstrahlt. Inzwischen beteiligt sich auch die evangelische Gemeinde Berg an dieser Tradition.

zusammengestellt von Ernst Baumgartner im Dezember 2005 
 

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